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Eine Gruppe von Kindern sitzt in einem Hof. Eine Frau hält ein Bild hoch. Vor ihr stehen einige kleine Modellhäuser. Ein Mädchen hebt den Arm.

Programme für Schulklassen

Einst bedeutendes Kloster, heute modernes Museum, ist das Kloster Dalheim ein authentischer Lernort für Schülerinnen und Schüler von der 2. bis zur 13. Klasse. Von der Klostermauer über die Kirche und den Kreuzgang bis zu den Gärten sind alle typischen Bestandteile eines Klosters erhalten.

Im Rahmen der museumspädagogischen Programme spüren Schulklassen der Bedeutung der Klosterarchitektur nach, erfahren, wie mühsam das Schreiben mit der Gänsefeder ist und probieren alte Handwerkstechniken aus. Die Programme orientieren sich am Lehrplan der einzelnen Schulformen und sind bewusst schülerorientiert. Begleitete, dialogische Rundgänge, selbstbestimmtes Erforschen sowie objektbezogene kreative Arbeit machen Klostergeschichte erfahrbar.

Für weitere Informationen zu den einzelnen Programmen klicken Sie jeweils einfach auf den Titel.

Führungen und Programme zur Sonderausstellung „Latein. Tot oder lebendig!?“

Mit dem Latein am Ende?

Vom Leben einer toten Sprache

Wozu eine Sprache lernen, die niemand spricht? Die man weder im Urlaub noch im Alltag braucht – zumindest außerhalb von Hogwarts. Bei einem Rundgang durch die Ausstellung begegnen Schülerinnen und Schüler Cicero, Hildegard von Bingen, Karl dem Großen und Asterix. Anhand ihrer Lebensgeschichten gehen sie in Kleingruppen der Funktion und Bedeutung des Lateinischen auf den Grund und entdecken, wie sich diese gewandelt hat. Sie nutzen die Rednerbühne des Forum Romanum, hören mittelalterliches Latein und erfahren, was ein Strafesel früher im Latein-Unterricht zu suchen hatte. Am Ende steht die Einsicht, dass Latein einfach nicht totzukriegen ist!

Im anschließenden Praxisteil vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihre Erkenntnisse durch die Gestaltung von historischen Schriften und Zitaten. Bei der Anmeldung kann zwischen einer Schreib- oder Druckwerkstatt gewählt werden (s. Reiter Praxisteil).

Für: Klassen 5 bis 8
Dauer: ca. 2 Stunden
Materialkosten: 0,50 Euro pro Person

Pauken für die Ewigkeit?

Latein als Wissensspeicher

Wozu braucht man Latein, wenn man weder Papst noch Mediziner werden will? Und warum gilt die Sprache als Grundpfeiler einer guten Allgemeinbildung? Im Zentrum der Ausstellung stehen Menschen, die sich für die Entwicklung und den Gebrauch des Lateinischen eingesetzt haben: Cicero in seinen Reden, Hrotsvit von Gandersheim in ihren Dichtungen, Erasmus von Rotterdam im Austausch mit den Gelehrten Europas. In Kleingruppen erörtern Schülerinnen und Schüler Entstehen, Überlieferung und Zugänglichkeit eines Wissensspeichers in lateinischer Sprache, der noch heute nahezu alle Bereiche unseres Lebens betrifft, und ziehen Rückschlüsse auf ihren eigenen Wissenserwerb und -transfer.

Im anschließenden Praxisteil werden die Erkenntnisse durch die Gestaltung von historischen Schriften und Zitaten vertieft. Bei der Anmeldung kann zwischen einer Schreib- oder  Druckwerkstatt gewählt werden (s. Reiter Praxisteil).

Für: Klassen 9 bis 13
Dauer: ca. 2 Stunden
Materialkosten: 0,50 Euro pro Person

„Expressis verbis“

Der praktische Teil in der Schreib- und Druckwerkstatt

Bei den Schulklassenprogrammen „Mit dem Latein am Ende?“ und „Pauken für die Ewigkeit?“ kann im Praxisteil zwischen einer Schreibund einer Druckwerkstatt gewählt werden.

In der Schreibwerkstatt rühren die Schülerinnen und Schüler zunächst Tinte nach römischem Rezept an und probieren historische Schriften wie die Capitalis quadrata aus der Antike oder die karolingische Minuskel aus dem Mittelalter aus. Geschrieben wird stilecht mit der Gänse- oder Rohrfeder. Auf diese Weise entstehen Postkarten mit kurzen lateinischen Zitaten oder der eigene  Name, z. B. auf einem Lesezeichen aus Papyrus.

Ob rhetorisch perfekte Zitate oder umgangssprachliches Latein – in der Druckwerkstatt sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Inspiriert von Cicero & Co., aber auch von pompejanischen Graffitis, entstehen hier Original-Zitate der römischen Antike und Postkarten mit eigenen Sprüchen und erprobten „Lebensweisheiten“.

„Fortuna comite“ Mit dem Glück als Begleiter

Auf den Spuren des Lateinischen im Kloster Dalheim

Keine Sorge – für diesen Rundgang ist kein Latinum notwendig! Für die Augustiner-Chorherren in Dalheim gehörten Lateinkenntnisse dagegen zum Stellenprofil. Sie mussten die Sprache nicht nur verstehen, um Bücher lesen oder schreiben zu können, sondern auch, um der Messe zu folgen.

Bei einem Rundgang über die Klosteranlage entziffern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Nachrichten klösterlicher Selbstdarsteller und knacken barocke Zahlencodes. Sie entdecken einen Patronuszauber ohne Zauberformel, eine Klausur, für die man nicht lernen muss und erfahren, warum Installieren nicht nur etwas für Computercracks ist.

Für: Klassen 9 bis 13
Dauer: ca. 1,5 Stunden

Führungen und Programme in der Klosteranlage

Als Novizen in Dalheim

Als Novizen in Dalheim erleben die Schülerinnen und Schüler, in ein schlichtes Gewand gekleidet, die Klosteranlage der Augustiner Chorherren. Auf den Spuren der ersten Mönche erkunden sie, warum diese freiwillig ein entbehrungsreiches, streng geregeltes Leben wählten und wie ihr Tagesablauf aussah. Im Anschluss wird der Tisch für ein einfaches gemeinsames Mahl gedeckt. Dieses Programm bietet sich an für die Unterrichtseinheit „Kirche als Gemeinschaft“.

Für: Klassen 2 bis 6
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Bitte mitbringen: 2 große Fladenbrote pro Klasse

Abschreiben erlaubt!

Das Schreiben und Abschreiben von Büchern stellte eine wichtige Aufgabe im Alltag der Augustiner-Chorherren dar. Anhand originaler mittelalterlicher Inschriften in den Gewölben von Kirche und Kreuzgang studieren die Schülerinnen und Schüler zunächst die gotische Schrift, um sie dann mit Feder und Tinte zu Papier zu bringen. Dabei können sie nachempfinden, warum ein mittelalterlicher Schreiber klagte: „O wie schwer ist das Schreiben…!“ Die benötigten Farben und Tinte stellen sie in der Klosterschreibstube nach mittelalterlichen Rezepturen selbst her. Das Programm eignet sich für die vertiefende Arbeit in den Unterrichtsreihen „Schrift“ und „Die Bibel als Ur-Kunde des Glaubens“.

Für: Klassen 3 bis 13
Dauer: ca. 2 Stunden
Materialkosten: 0,50 Euro pro Person

Ora et labora – Klösterlicher Alltag im Mittelalter

„Das Kloster soll so angelegt werden, dass sich alles Notwendige innerhalb des Klosters befindet“, schreibt die Benediktregel vor. Um sich selbst versorgen zu können und von der Außenwelt unabhängig zu sein, brauchen Klöster mehr als nur Kirche und Kreuzgang. Mit Grundriss, Kompass und der Benediktregel ausgestattet, erkunden die Schülerinnen und Schüler Struktur und Organisation eines Klosters im 15. Jahrhundert. Das Ausprobieren „mittelalterlicher“ Tätigkeiten ermöglicht einen Einblick in den klösterlichen Tagesablauf. Das Programm bietet sich an im Fach Geschichte in den Unterrichtseinheiten „Lebenswelten im Mittelalter“ und „Europa im Mittelalter - Weltsichten und Herrschaftsstrukturen (Stadt, Land, Burg und Kloster)“. Es eignet sich außerdem im Religionsunterricht für die Unterrichtsreihen „Kirche als Nachfolgegemeinschaft“ und „Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaft“.

Für: Klassen 7 bis 9
Dauer: ca. 1,5 Stunden

Ein Blick ins Paradies

Vor rund 550 Jahren verkündete Glockengeläut die Gründung des Klosters der Augustiner-Chorherren in Dalheim. Damit wurde der Grundstein für eine der bedeutendsten Klosteranlagen Westfalens gelegt. Ein Rundgang durch das Kloster des 15. Jahrhunderts zeigt, wie die Dalheimer Chorherren lebten und beteten. Beim Wandeln durch den aufwändig verzierten Kreuzgang können die Schülerinnen und Schüler erahnen, weshalb die Mönche das Kloster als irdisches Abbild des Paradieses empfanden. Das Programm bietet sich an im Fach Geschichte in den Unterrichtseinheiten „Lebenswelten im Mittelalter“ und „Europa im Mittelalter – Weltsichten und Herrschaftsstrukturen (Stadt, Land, Burg und Kloster)“. Es eignet sich außerdem im Religionsunterricht für die Unterrichtsreihen „Kirche als Nachfolgegemeinschaft“ und „Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaft“.

Für: Klassen 9 bis 13
Dauer: ca. 1,5 Stunden

Führungen und Programme durch die Dauerausstellung

Bitte beachten Sie: Die Führung durch die Dauerausstellung ist voraussichtlich ab Frühsommer 2023 wieder buchbar.

Eingetreten! 1.700 Jahre Klosterkultur

Der Rundgang durch 1.700 Jahre Klosterkultur beginnt bei den Einsiedlern in der Wüste Ägyptens und den ersten europäischen Klöstern. Reformen und Erneuerungsbewegungen ließen in Mittelalter und Neuzeit zahlreiche Gemeinschaften entstehen. Wie sich die Lebensweisen der einzelnen Orden unterscheiden, erfahren die Schülerinnen und Schüler auf den Spuren von Wüstenvätern, Klostergründern und -reformern. Das Programm bietet sich an im Fach Geschichte in den Unterrichtseinheiten „Lebenswelten im Mittelalter“ und „Europa im Mittelalter – Weltsichten und Herrschaftsstrukturen (Stadt, Land, Burg und Kloster)“ sowie „Frühe Neuzeit: Neue Welten, neue Horizonte“. Es eignet sich außerdem im Religionsunterricht für die Unterrichtsreihen „Kirche als Nachfolgegemeinschaft“ und „Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaft“.

Für: Klassen 9 bis 13
Dauer: ca. 1,5 Stunden

Bitte beachten Sie: Die Führung durch die Dauerausstellung ist voraussichtlich ab Frühsommer 2023 wieder buchbar.

Führungen und Programme über das Klostergelände (ganzjährig) und durch die Klostergärten (Mai bis Oktober)

Auch Mönche müssen malochen!

Gemäß dem klösterlichen „Ora et labora“ (lat.: Bete und arbeite) gehört neben dem Gebet auch das Handwerk und die Arbeit in Werkstätten, Scheunen und Ställen zum alltäglichen Leben im Kloster. Mit der Dalheimer Gelände-Rallye erkunden Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen den Dalheimer Wirtschaftshof mit seinen verschiedenen Gebäuden, lösen Aufgaben und knacken dabei sogar einen 300 Jahre alten Zahlencode. Am Ende entsteht ein Lösungswort, welches ihnen die wichtigste Einnahmequelle des Klosters verrät. Das Programm eignet sich im Fach Geschichte für die Unterrichtsreihen „Lebenswelten im Mittelalter“, „Europa im Mittelalter – Weltsichten und Herrschaftsstrukturen“ und „Frühe Neuzeit – Neue Welten, neue Horizonte“.

Für: Klassen 5 bis 9
Kosten: Die Rallye steht kostenlos als App sowie als Broschüre für 2,00 € zur Verfügung.

Das Paradies hinter der Mauer

Die barocken Dalheimer Klostergärten wurden in den vergangenen Jahren auf rund 2 Hektar Fläche wiederhergestellt. Sie geben einen lebendigen Eindruck vom breiten Spektrum klösterlicher Gartenbaukunst und zeigen die Vielfalt der Heil-, Nutz- und Symbolpflanzen, die einst in Klostergärten kultiviert wurden. Die Schülerinnen und Schüler erfahren bei diesem Rundgang nicht nur, wie die Gartenanlagen mit der Vorstellung des himmlischen Paradieses verbunden sind oder welche Wundermittel man aus den Heilkräutern herstellte: Mit etwas Glück finden sie sogar die Erholung und innere Ruhe, die die Augustiner-Chorherren einst in ihrem Konventgarten suchten.

Für: Klassen 9 bis 13
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Hinweis: Diese Führung kann nur von Mai bis Oktober gebucht werden.

Mit Bus und Bahn ins Kloster DalheimMobilitätsfonds

Mit dem neuen „Mobilitätsfonds“ werden Schulen und Kitas aus Westfalen-Lippe bei der Anreise ins Museum mit Bus und Bahn unterstützt. Informationen unter Tel. 0 52 92 . 93 19-225 (Di –  Fr 11– 16 Uhr) oder

www.mobilitaetsfonds.lwl.org

Illustration von einem Bus

Buchungsinformationen

Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl des Programms und beantworten Ihnen alle Fragen rund um Ihre Buchung. Nutzen Sie dafür das Formular„Buchungsanfrage“ oder melden Sie sich bei unserem Besucher-Service unter Telefon 05292 . 93 19-225 (Di –  Fr, 11 – 16 Uhr) oder per E-Mail unter besucherservice.dalheim@lwl.org.

Anmeldung
Für alle museumspädagogischen Angebote ist eine rechtzeitige Anmeldung (möglichst zwei Wochen vorher) erforderlich, um einen genauen Termin abzusprechen.

Teilnehmerzahl
Die Höchstteilnehmerzahl beträgt 25 Personen pro Gruppe, größere Gruppen – mit Ausnahme von Schulklassen – müssen  geteilt werden.

Kosten
1,5 Stunden: 45,00 Euro
2 Stunden: 60,00 Euro

Schülerinnen und Schüler sowie 2 Begleitpersonen haben bei der Teilnahme an einem museumspädagogischen Angebot freien Eintritt.

Stornierung
Bei Stornierungen innerhalb von fünf Kalendertagen vor Veranstaltungsbeginn oder Nichterscheinen der Gruppe bis 30 Minuten nach dem vereinbarten Termin ist der gesamte Preis zu entrichten.

Corona-Schutz
Bitte informieren Sie sich hier über die aktuell geltenden Corona-Schutzmaßnahmen

Verpflegung
Alle Führungen sind mit einem Aufenthalt im Klosterwirtshaus kombinierbar. Informationen erhalten Sie unter Telefon 05292 . 9319-225.

Gerne können Sie sich für Ihren Museumsbesuch ein Picknick mitbringen. Vom Frühjahr bis in den Herbst stehen auf dem Klostergelände Sitzbänke, die Sie dafür nutzen können. Auch auf unseren Wiesen ist das Picknicken erlaubt. Bitte entsorgen Sie die Abfälle in den vorhandenen Mülleimern und hinterlassen Sie den Ort so, wie Sie ihn vorgefunden haben.

Vor Ort
Oberhalb des Klostergeländes sind kostenlose Parkmöglichkeiten für PKWs und Busse vorhanden.
Der Fußweg vom regulären Parkplatz zum Museum beträgt ca. 8 Minuten. Bitte denken Sie an festes Schuhwerk.
Ein Spielplatz auf dem Klostergelände lädt mit Schaukel, Wippe, Seilbahn und anderen Geräten zum Spielen und Toben ein.

Für Lehrkräfte

Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte zum Herunterladen

Was ist eigentlich ein Abt? Wann begann für einen Mönch im Mittelalter der Tag? Und wird im Kloster eigentlich nur gebetet? Das Portal „Geschichtskultur in der Region“ widmet sich diesen Fragen sowie zahlreichen weiteren Facetten der Kulturgeschichte in Ostwestfalen-Lippe und stellt Lehrkräften entsprechende Unterrichtsmaterialien kostenlos zur Verfügung. Kloster Dalheim steht dabei exemplarisch für die regionale mittelalterliche und frühneuzeitliche Klosterkultur. Verschiedene Aspekte des Klosterlebens, von der Ernährung und Verwendung von Heilkräutern, über die Herstellung von Pergament und Tinte, bis zum Miteinander in der Ordensgemeinschaft, werden hier thematisiert. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von der Uni Bielefeld in Zusammenarbeit mit diversen Kultureinrichtungen.

Zum Portal „Geschichtskultur in der Region"

Becher mit Scheren und Stiften
Viele Kinder sitzen an einem Tisch und bedrucken Karten mit Stempeln.

Zum Geburtstag

Wer sagt, dass im Kloster nicht gefeiert werden kann?

Zu den Kindergeburtstags-Programmen

Jemand hält ein Tablet, auf dem Instagram geöffnet ist.

Dalheim digital

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Ferienspaß im Kloster

Da kommt keine Langeweile auf: Rallyes, Handwerk und Spiele

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