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Ausschnitt aus dem Gemälde des heiligen Domenikus, unbkannter Maler, um 1700

Sammlung

Die Vielfalt klösterlicher und religiöser Kultur der vergangenen 1.700 Jahre spiegelt sich in der Sammlung der Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur wider. Sie umfasst Objekte aus dem ehemaligen Kloster Dalheim selbst, aus der Region Westfalen und Objekte überregionaler Herkunft.

Seit 2004 wird der Sammlungsbestand kontinuierlich erweitert. Neben archäologischen Funden gehören Gemälde und Grafiken, Skulpturen, kunsthandwerkliche Objekte und Textilien sowie Objekte des klösterlichen Alltagslebens dazu. Die Sammlungsobjekte stammen aus klösterlichem Zusammenhang oder sind inhaltlich mit dem Thema „Kloster“ verbunden.

Ziel der Sammlungstätigkeit ist es, die Vielfalt klösterlicher Kultur und religiöser Praxis zu dokumentieren, und deren Einfluss auf unser Alltagsleben zu belegen. Dabei bilden die Sammlungsobjekte zunächst die Klosterkultur Westfalens ab, dokumentieren aber auch klösterliches Leben überregional.

Das erste und wichtigste Exponat des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur ist die bauliche Anlage selbst. Dazu gehören die Klostergebäude, bestehend aus der mittelalterlichen Klausur mit Kirche, Kreuzgang und Kreuzhof, ihre barocken Anbauten sowie der ehemals klostereigene Wirtschaftshof mit 17 Bauobjekten auf dem Außengelände und diverse Gartenflächen. Die Anlage vermittelt beispielhaft die wechselvolle Geschichte eines Klosters, von der Gründung und klösterlichen Nutzung, über die Säkularisation und Umnutzung des Areals bis zur heutigen Präsentation.

 

Judocus Vredis: Anna Selbdritt, Pfeifenton farbig gefasst, 1520

Judocus Vredis: Anna Selbdritt, Pfeifenton farbig gefasst, 1520

Schlusstein mit Dalheimer Wappen

Schlusstein mit Dalheimer Wappen

Kleiner Reisealtar, 1549

Kleiner Reisealtar, 1549

Gemälde mit dem Heiligen Domenikus, um 1700

Gemälde mit dem Heiligen Domenikus, um 1700

Federzeichnung von Caspar Johann Nepomuk Scheuren: Innenansicht einer Klosterkirche mit Mönchprozession, 1851

Federzeichnung von Caspar Johann Nepomuk Scheuren: Innenansicht einer Klosterkirche mit Mönchprozession, 1851

Trinkbecher mit Dalheimer Wappen, Glas bemalt, 1695

Trinkbecher mit Dalheimer Wappen, Glas bemalt, 1695

Sammlungsbereiche

Dalheimer Geschichte

Einen Schwerpunkt der Sammlung bilden Objekte aus der Geschichte des Klosters Dalheim. Sie stammen größtenteils aus archäologischen Grabungen auf dem Klostergelände. Es handelt sich um Objekte, die zu der Ausstattung des Klosters gehörten, aber auch um Objekte, die vom Dalheimer Klosteralltag erzählen, etwa Holzteller, Trinkbecher, Lederschuhe oder Werkzeuge.

Objekte klösterlicher Alltagskultur

Der Sammlungsbereich enthält Objekte der westfälischen, deutschen und europäischen Klosterkultur bzw. Klostergeschichte. Er spiegelt klösterliches Alltags- und Arbeitsleben wider und umfasst Objekte des täglichen Gebrauchs und der religiösen Praxis. Eine Türglocke gehört ebenso dazu wie eine Wahlurne für die Äbtissinnenwahl oder ein persönliches Gebetbuch.

Architekturmodelle von Klosteranlagen

Die ordenstypischen Bauspezifika von Klosteranlagen lassen sich anhand von Architekturmodellen vergleichen und studieren. Im direkten Vergleich treten die Unterschiede in der Klosterarchitektur einzelner Orden deutlich hervor. Daher bilden Architekturmodelle typischer Klosteranlagen die zentralen Exponate der Dauerausstellung „Eingetreten! 1.700 Jahre Klostergeschichte“ und sind in dieser Fülle ein einzigartiger Sammlungsbestand.

Textilien und Gewänder

Dieser Sammlungsschwerpunkt umfasst Textilien aus dem klösterlichen Umfeld und aus der religiösen Praxis wie Ordenskleidung, liturgische Gewänder und Paramente. Den Sammlungsbereich ergänzt eine Sammlung von Trachtenfiguren in Ordenskleidung. Sie bilden das breite Spektrum der Ordenstrachten des 19. Jahrhunderts ab.

Klosterthematik in der Malerei

Das Thema Kloster etabliert sich in der Zeit der Romantik als zentrales Thema der Malerei. Der Sammlungsbereich Malerei und Grafik hat seinen Schwerpunkt in der Malerei des 19. Jahrhunderts, insbesondere der Düsseldorfer Malerschule. Zudem verfügt die Sammlung über ein Konvolut von Grafiken historischer Klosteranlagen aus ganz Europa.

Klosterthematik in der Populärkultur

Eine beständige Erweiterung erfährt der Sammlungsbestand durch gezielte Ankäufe, meist Gegenwartsobjekte, im Zusammenhang mit Sonderausstellungen. In den Sammlungsobjekten der Populärkultur zeigt sich, wie weitreichend das Thema Kloster in unsere Alltagskultur eingeflossen ist, als idyllische oder dramatische, geheimnisvolle oder beschauliche Kulisse.

Die Grundmauern der Klosterkirche vom ehemaligen Frauenklosters befinden sich im Tal der Anlage.

Forschungspunkt Klosterkultur

Sammeln, forschen, vernetzen, austauschen

Zum Kompetenzzentrum Klosterkultur

Viele Kataloge auf einem Verkaufstisch.

Forschen und Publizieren

Ausstellungskataloge, Kunstführer, Begleitbroschüren

Zu den Publikationen

Helga Fabritius, Mitorganisatorin der Fachtage Klosterkultur, steht vor Publikum an einem Rednerpult.

Fachtage für Klosterkultur

Aspekte klösterlicher Kulturgeschichte, ihre Entwicklung und heutige Relevanz

Zu den Fachtagen Klosterkultur